Gyudon – Simpel aber oishii!

Ich erinnere mich noch sehr gut an mein erstes Gyudon  (gyū als Abkürzung für gyūniku = Rindfleisch und don als Abkürzung für donburi = eine große Schüssel Reis mit Gemüse, Fleisch oder ähnlichem) das ich damals in Tokyo bestellt hatte ohne überhaupt zu wissen was ich mir da eigentlich ausgesucht hatte. Nachdem wir den ganzen Tag durch Shinjuku gewandert waren, haben wir uns in ein Restaurant gesetzt, die ausländerfreundliche Speisekarte mit den kleinen Bildchen angeschaut und einfach irgendwas bestellt haben. Leben am Limit!  Das Eis war also gebrochen, es folgten noch unendlich viele weitere und bis heute beamt mich der Geruch beim köcheln der Soße sofort zurück nach Shinjuku. 
Bei meinem zweiten Trip nach Tokyo saß das Geld nicht ganz so locker weshalb ich oft auf Yoshinoya oder Matsuya zurückgegriffen habe. Die beiden Fast-Food-Ketten bieten Gyudon für wahnsinnig wenig Geld (520 Yen/ ca 3,50 für die größte Portion) an. Meistens bestellt und bezahlt man dort an einem Automaten und hat ca 2 Minuten später sein Essen vor sich stehen. Wahnsinn! 😀 Für mich war das damals ein positiver Kulturschock da ich das Bestellprozedere in Deutschland immer irgendwie nervig finde.

Für 2 Portionen Gyudon braucht ihr:

2 Cups japanischen Reis
(Ich nehme immer Sushi-Reis, bin da nicht so der Gourmet.. :D)
1 große Zwiebel
(ich persönlich nehme immer 2 Zwiebeln aber das kann eigentlich jeder selbst entscheiden)
2 Esslöffel Sake
ich nehme diesen hier, der ist sehr günstig!
4 Esslöffel Soyasoße
ich benutze diese hier
3 Esslöffel Mirin
ich benutze diesen hier
1Esslöffel Zucker
1 Päckchen Dashi
(Ein Päckchen in 350 ml Wasser aufgelöst)Ich nutze die hier
Dünnes Rindfleisch
(In Japan gibt es ganz fein geschnittenes Fleisch im Supermarkt, in Deutschland hab ich das leider noch nicht entdeckt. Ich nehme immer Rouladenfleisch, das geht ganz gut!)
Beni Shoga
(eingelegter Ingwer, ich liiiebe dieses Zeug )
2 Eier

STEP 1 Reis in den Reiskocher oder Kochtopf packen und garen

STEP 2 Die Dashibrühe in eine große Pfanne gießen und aufkochen lassen, währenddessen die Zwiebeln in längliche Streifen schneiden. Den Sake, die Sojasoße, Zucker und Mirin mischen und zur Dashibrühe geben. Danach die Zwiebeln in die Pfanne geben und simmern lassen bis sie weich sind. Ich lasse sie ca 10 Minuten köcheln.

STEP 3 In der Zwischenzeit brate ich die 2 Eier in der Pfanne oder koche sie so, dass das Eigelb noch flüssig ist damit es sich später gut mit dem Reis vermischt. 

STEP 4 Das Rindfleisch in schmale Streifen schneiden und in der Pfanne so lange mitkochen bis es nicht mehr rosa ist.

Den fertigen Reis in eine Schüssel geben, das Rindfleisch, die Zwiebeln und das Ei dazugeben und mit Beni Shoga garnieren. Ich mache meistens immer noch ein bisschen schwarzen Sesam drüber, ist aber kein Muss!

召し上がれ!!

 

Hallo, kann mich jemand hören?

Da hab ich doch glatt ein Witzchen gemacht. Natürlich nur um das Eis zu brechen. Ihr kennt das. Aber ja, zurück zum Thema – ich blogge wieder. Zumindest habe ich mir das fest vorgenommen. So, so viele Blogs habe ich zusammengebastelt und geblieben ist letztendlich keiner. Angefangen hat das damals mit myblog, ohje. Danach kam ganz klassisch Blogspot und nun bin ich auch endlich im WordPress-Universum angekommen. Keine Ahnung wie ich vorher ohne zurechtgekommen bin. So convenient, much wow. 

Naja, auf den Fall bin ich jetzt hier und motiviert. Bleibt jetzt nur die Frage mit was ich das hier alles füllen soll. Mein erster Gedanke war natürlich  JAPAN, YAY  Jetzt hab ich mich im Blogiversum (ist der Ausdruck noch cool oder sagt man das mittlerweile nicht mehr?) umgeschaut und könnte gegen alle anderen Japan Blogger kaum bis gar nicht ankommen. Ich lebe nicht vor Ort, war nur zwei mal zu Besuch. Puh, erstmal ein Dämpfer. Aber kommt es genau darauf an? Kann ich nicht so wirklich sagen. Eigentlich will ich nur meiner Liebe zum Land Luft machen. Fotos teilen, Tipps geben, dies das. Also erwartet bitte keine Insider Tipps oder bis ins Detail recherchierte Travel Guides. Vielleicht bin ich früher oder später in der Lage das zu liefern, who knows! Aber im Moment möchte ich einfach ein bisschen frei Schnauze meiner Leidenschaft frönen und mal abwarten wohin das alles führt. Ich hoffe, ihr seid dabei! 

Sankyuu gozaimasu!